Dieses Blog setze ich unter einer neuen Adresse fort. Sie finden es in Zukunft unter http://wittenbrink.net/lostandfound. Der RSS-Feed behält vorläufig die alte Adresse. Bei den Posts wird in den nächsten Tagen eine automatische Weiterleitung von dieser auf die neue Site eingebaut!
Danke für das Interesse und auf Wiedersehen an neuer Stelle!
Seit gestern mache ich Urlaub in Cres—und es werden wohl Leseferien werden. Gestern gleich nach der Ankunft habe ich Blumenberg von Sibylle Lewitscharoff ausgelesen, das ich schon in Graz begonnen hatte. Meine Schwester hat mir den Roman über den Philosophen Hans Blumenberg zum Geburtstag geschenkt. Ich habe in den ersten Semestern in Münster bei Blumenberg studiert. Er hat mich von allen Philosophen, die ich gehört habe, am meisten beeindruckt. Ich würde mich heute vielleicht nicht für Ethnomethodologie und Akteur-Netzwerk-Theorie interessieren, hätten mich Blumenbergs Vorlesungen damals nicht auf Husserl und die Phänomenologie gestoßen.
Dies ist kein umfassendes Post über die neue Plattform App.net—ich bin noch nicht so weit, dass ich ich sie objektiv darstellen könnte. Dieses Post hat eher Fragecharakter: Verstehe ich die Plattform richtig? Ich bin also für Korrkturen dankbar.
Vor ein paar Tagen habe ich das lange erhoffte Invite zu Branch bekommen und gleich eine Branch gestartet. Nach dieser ersten eigenen Erfahrung erscheint mir Branch noch interessanter als vorher. Branch repräsentiert für mich—ähnlich wie das bei Google leider gescheiterte Wave—eine eigene, neue Gattung oder ein neues Genre von Online-Texten: im Ansatz dialogisch (man kann monologisch bloggen, aber nicht branchen) und zugleich hypertextuell, weil verschiendene Zweige miteinander in einer nicht-hierarchischen Weise verknüpft sein können.
From Friday on Mercedes Bunz and me will chair a course on Social Media at the European Forum Alpbach. The topic is extremely broad-ranging, we will focus on networked publics and the impact of digital media and digitization on society.
Wie funktioniert Inhalt im Web? Ich möchte von zwei Tweets ausgehen, die das Thema beleuchten: Die Schwierigkeiten des Daily und der iPad App der Huffington Post belegen einmal mehr, dass das überkommene Verlagsmodell nicht ins Web passt. Twitter erweitert seine Plattform und baut sie dazu radikal um. Dabei orientiert sich der Service an den Gewohnheiten der User des sozialen und mobilen Webs—denselben Gewohnheiten und Vorlieben, an denen konventionelle Verlagsprodukte wie Zeitungs- und Magazin-Apps scheitern.
Mich begeistert das Engagement, mit dem eine kleine Gruppe von Leuten Open Government Data in Graz vorantreibt; sie haben viel mehr Anerkennung—und das Thema hat viel mehr Aufmerksamkeit—verdient, als es im Moment dafür in Graz gibt.
Google hat seine Suchmaschine im letzten Jahr radikaler verändert als je zuvor. Suchmaschinen-Optimierung als isolierte Technik hat damit ausgedient. Wer bei Google gut gerankt werden will, braucht eine gute Content-Strategie, nicht schwindlige SEO-Experten.
Morgen und am Montag wird das neue Fachhochschulkollegium der FH Joanneum gewählt. Ich war in der vorletzten Wahlperiode Mitglied des Kollegiums und habe mich jetzt entschieden wieder zu kandidieren. Das neue österreichische Fachhochschul-Studiengesetz macht das Kollegium zu einem schlankeren und wohl auch effizienteren Gremium. Der Einfluss der Vertreter des Lehr- und Forschungspersonals—für einen dieser Sitze kandidiere ich—ist größer als bisher. Die Aufgaben des Kollegiums werden im Gesetz festgelegt; es ist vor allem für die Organisation und die Qualität der Lehre verantwortlich.
Die Ziele, die ich im Kollegium verfolgen möchte, hängen eng mit Themen zusammen, mit denen ich mich auch in Lehre und Forschung beschäftige: Veränderungen von Firmen und Organisationen durch das Netz und Transparenz.
Einen Leser, der Lost and Found seit Jahren verfolgt und—meist mündlich—kommentiert, begrüße ich heute persönlich: meinen Vater, der an diesem 11. Juni seinen neunzigsten Geburtstag feiert.
Ich möchte ihm hier danken, für das regelmäßige Lesen und vor allem dafür, dass er mich überhaupt zum Schreiben und zur Beschäftigung mit den Themen, die mich hier interessieren, gebracht hat. Das sind nur wenige der Dinge, für die ich ihm dankbar bin—aber alles andere kann ich ihm zum Glück gleich beim Feiern sagen.
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