Können Utopien plötzlich Wirklichkeit werden? [...]?—Ja.
Eben habe ich diesen Satz Robert Musils gelesen1. Mir ist dabei eine Bemerkung von Helge Fahrnberger eingefallen:
Das Internet ist das größte bildungspolitische Projekt der Menschheitsgeschichte.
Das Internet ist eine Wirklichkeit gewordene Utopie, und es war der Anlass für die Verwirklichung weiterer Utopien. Linux und die Wikipedia sind zwei der bekanntesten.
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Ich habe mich gestern am #TwitterBlackout beteiligt. Ich weiß, dass das eine naive Reaktion auf Twitters neue Policy ist, Tweets in bestimmten Fällen länderweise zu blockieren. Ich habe bei dem Boykott nicht mitgemacht, weil ich von Twitter enttäuscht war, sondern weil Twitters Ankündigung uns allen vorführt, wie abhängig wir von Twitter und damit von einer zentralisierten Infrastruktur sind.
Mehr "Warum ich beim #TwitterBlackout mitgemacht habe" »
Ich mache Dave Winers Morning Coffee Notes nach. Mal sehen, ob es auch hier eine Tradition wird.
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Wer ein neues deutsches Wörterbuch der Gemeinplätze schreibt, muss über Facebook aufnehmen: "verstößt gegen den Datenschutz". Zwar sucht man lange nach Geschädigten, aber das Missbehagen ist allgemein. Als ich heute Studenten nach Risiken von Facebook für das Web gefragt habe, war die erste Antwort: "durch Datenprostitution".
Durch solche Klischees verfehlen wir die Chancen und die Risiken des Netzwerks. Ehe die Diskussion begonnen hat, fällt der Datenschutzhammer. Er weckt antiamerikanische und antikapitalistische Gespenster aus dem Halbschlaf. Im Jahr der Facebookrevolution in Ägypten wird Europa gegen Facebook mobilisiert.
Mehr "Zwei Blicke auf Facebook: Anil Dash und Paul Ford" »
Wir waren nur zu fünft beim 29. Grazer Webmontag gestern. Ein paar Teilnehmer mehr hätte unsere Diskussion vertragen, aber interessant war sie. Dabei haben wir uns, ohne einen Bruch zu merken, von sehr technischen Themen zu sozialen und politischen bewegt. Aber die Trennung von Technik und Gesellschaft ist vielleicht selbst nur eine Illusion aus der alten Welt.
Mehr "Daten als Politikum: 29. Webmontag in Graz" »
Vor ein paar Tagen haben mich Alexander Stocker und Andrea Denger bei Joanneum Research zum Arbeitsplatz der Zukunft befragt.
Ich fühle mich bei diesem Thema nicht als Fachmann. Ich habe mich vorher gefragt, was ich dazu über Binsenweisheiten hinaus sagen könnte. Als ich dann auf der Suche nach meinen Gesprächspartnern in die engen Büros des steirischen Forschungsinstituts geschaut habe, war ich mir nur sicher, dass der Arbeitsplatz der Zukunft sicher nicht so aussehen wird: Schreibtisch mit Computer, bürokratisches Environment, feste Dienstzeiten. Aber wie dann?
Mehr ""Lose Kopplung" und der Arbeitsplatz der Zukunft" »
Als ich seinerzeit mein Facebook-Profil eingerichtet habe, habe ich als politische Einstellung die Option very liberal angeklickt. Es hat mir gefallen, dass es diese Option überhaupt gab. Sie hat mich an die Antwort eines Journalisten erinnert, die ich irgendwann in Tutzing mitbekommen hate: linkslinkslinks... liberal.
Mehr "Facebook klassifiziert mich politisch" »

In diesem Jahr war ich zum ersten Mal in Berlin auf einer re:publica Bekannte von mir, die auch dort waren, waren eher weniger begeistert, ich habe auch einige enttäuschte Blogposts über das Event gelesen—allerdings auch ein paar sehr positive wie das von Thomas Knüwer. Mir hat die re:publica sehr gut gefallen, und ich glaube, dass die Unzufriedenen selbst nicht so genau wussten, was sie erwarten sollten oder konnten. Man musste sich in einem sehr umfangreichen Programm orientieren, und das heisst auch, man musste selbst abschätzen, was von welcher der Sessions zu erwarten war.
Mehr "Notizen zur re:publica 11 " »
Gestern wollte ich meinen Kurs Medientechnik und Medienpraxis an der FH Wien mit einer Diskussion über WikiLeaks beginnen. Ich fragte die beiden Gruppen, die ich unterrichte—zusammen 35 Studierende—was sie über die WikiLeaks- Publikationen und die Aktionen dagegen denken. Es wurde anders diskutiert, als ich es erwartet hatte: überhaupt nicht kontrovers und sehr unaufgeregt.
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